Immer mehr Unternehmen müssen Aufträge ablehnen, da das nötige Personal fehlt. Viele mittelständische Firmen erleiden dadurch bereits Umsatzeinbußen. Wie die Beratungsgesellschaft Enst & Young im "Mittelstandsbarometer Sommer 2011" berichtet, entsteht der deutschen Wirtschaft damit ein Schaden von rund 33 Milliarden Euro.
Der Fachkräftemangel kostet Milliarden
Der Schaden, der durch den Fachkräftemangel verursacht wird, wird in Zukunft noch deutlich steigen, prognostiziert Jens Maßmann, Managing Partner Performance & Reward bei Ernst & Young. Er warnt davor, dass gerade die mittelständischen Unternehmen im Wettbewerb um ein knapper werdendes Arbeitskräftepotenzial ins Hintertreffen geraten könnten.
Aktuell beklagt schon mehr als die Hälfte der befragten Betriebe Umsatzeinbußen, da das nötige Fachpersonal fehlt. 15 Prozent berichten sogar von erheblichen Einbußen von mehr als 5 Prozent.
Wirtschaftslage wird gefühlt schlechter
Und auch die Geschäftsprognosen der deutschen Mittelständler sind getrübt. Laut Ernst & Young gehen 45 Prozent der mittelständischen Unternehmen davon aus, dass sich die Wirtschaftslage in Deutschland in den kommenden Monaten verschlechtern wird. Nur 15 Prozent erwarten einen weiteren Aufschwung.
Die Autoren des Mittelstandsbarometers sehen in den schlechten Prognosen jedoch keine realen Gefahren für die Wirtschaft, sondern lediglich eine große Verunsicherung angesichts der schwelenden Schuldenkrise in Europa. Dies zeigt auch der aktuelle "Deutschlandtrend" der ARD. Darin zeigt sich, dass eine Mehrheit der Deutschen den Eindruck hat, dass die Politik mit der aktuellen Situation überfordert ist. 74 Prozent seien der Meinung, "über die Zukunft des Euro entscheiden letztlich die Finanzmärkte und nicht die Politik". dhz