Die Sex-Party in Budapest nannte er in einer E-Mail eine "katastrophale Fehlentscheidung" Ergo-Chef Oletzky räumt Fehler ein

Der Chef der skandalgebeutelten Ergo-Versicherung, Thorsten Oletzky, hat Fehler bei der Aufklärung der Vorfälle eingeräumt. Die Sex-Party in Budapest nannte er in einer E-Mail an seine Mitarbeiter eine "katastrophale Fehlentscheidung", wie das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) berichtet.

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Ergo-Chef Oletzky räumt Fehler ein

Düsseldorf (dapd). Der Chef der skandalgebeutelten Ergo-Versicherung, Thorsten Oletzky, hat Fehler bei der Aufklärung der Vorfälle eingeräumt. Die Sex-Party in Budapest nannte er in einer E-Mail an seine Mitarbeiter eine "katastrophale Fehlentscheidung", wie das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) berichtet.

Auch die fehlerhaften Riester-Verträge, zu denen es bereits 2005 im zuständigen Fachbereich Hinweise gab, hätte das Unternehmen rechtzeitig selbst aufklären müssen, zitiert die Zeitung aus dem Schreiben. Unter dem Druck der aktuellen Vorwürfe sei es dann zu Fehlern gekommen. "Die Folge ist, dass durch das nicht vollständig korrekte Dementi zu Beginn unsere Glaubwürdigkeit weiter gelitten hat", schreibt Oletzky.

Der finanzielle Schaden liege jedoch nicht bei den Kunden, sondern beim Aktionär und belaufe sich nicht wie in den Medien berichtet auf 160 Millionen Euro, sondern auf einen einstelligen Millionenbetrag, erklärte der Ergo-Chef. Die zweitgrößte deutsche Versicherung gehört zum weltgrößten Rückversicherer Munich Re.

dapd