Die deutsche Bauwirtschaft hat die Krise überwunden und verzeichnet ein deutliches Auftragsplus. 2010 wurden knapp 160.000 Wohnungen fertiggestellt, das waren 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Im April stiegen demnach die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vorjahresvergleich um 2,4 Prozent.
Bauwirtschaft wächst und verzeichnet Auftragsplus
Wiesbaden (dapd). Die deutsche Bauwirtschaft hat die Krise überwunden und verzeichnet ein deutliches Auftragsplus. 2010 wurden knapp 160.000 Wohnungen fertiggestellt, das waren 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Im April stiegen demnach die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vorjahresvergleich um 2,4 Prozent. Im Hochbau waren es 1,6 Prozent, im Tiefbau 3,4 Prozent.
Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes belief sich nach Angaben der Statistiker im April auf 6,9 Milliarden Euro. Das waren 4,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ende April 2011 waren demnach in den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus 713.000 Menschen tätig, etwa 4.700 weniger als ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Rückgang von 0,7 Prozent.
2009 waren so wenig neue Wohnungen gebaut worden wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. In neu errichteten Wohngebäuden wurden nach Angaben der Statistikbehörde 2010 140.000 Wohnungen fertiggestellt, das waren 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei nahmen die Fertigstellungen von Wohnungen in Einfamilienhäusern um 2,7 Prozent, die von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern um 3,0 Prozent zu.
In den ersten vier Monaten 2011 stiegen die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes preisbereinigt um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie die Statistikbehörde weiter mitteilte. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes betrug demnach im Zeitraum Januar bis April dieses Jahres 22 Milliarden Euro und lag damit um 21,8 Prozent über dem Niveau der ersten vier Monate 2010. Die Zahl der Beschäftigten stieg in diesem Zeitraum um durchschnittlich 1,0 Prozent.
dapd
