Chevrolet Deutschland zeigt auch nach 30 Prozent Zulassungsplus in den ersten fünf Monaten für das Jubiläumsjahr nur vorsichtigen Optimismus. Die Marke strebe zur 100jährigen Firmengründung einen Marktanteil von 1,0 Prozent an den bundesweit erwarteten 3,1 Millionen Pkw-Neuzulassungen an, sagte der seit April amtierende neue Deutschland-Geschäftsführer Steffen Raschig.
Chevrolet-Deutschland-Chef für Jubiläumsjahr vorsichtig optimistisch
Zürich (dapd). Chevrolet Deutschland zeigt auch nach 30 Prozent Zulassungsplus in den ersten fünf Monaten für das Jubiläumsjahr nur vorsichtigen Optimismus. Die Marke strebe zur 100jährigen Firmengründung einen Marktanteil von 1,0 Prozent an den bundesweit erwarteten 3,1 Millionen Pkw-Neuzulassungen an, sagte der seit April amtierende neue Deutschland-Geschäftsführer Steffen Raschig. Das liefe auf einen Absatz von "31.000 Wagen + x" hinaus. Nach den ersten fünf Monaten gehört die General-Motors-Tochter mit 11.631 Neuanmeldungen (0,9 Prozent Marktanteil) zu den derzeit vier wachstumsstärksten Anbietern auf dem deutschen Markt.
Trotzdem hält sich Raschig bei der Absatzprognose, die auf dem Niveau des bislang besten Verkaufsjahres 2009 (31.259 Neuzulassungen) läge, zurück. Das Jahresziel basiere auf einer angestrebten "soliden Geschäftsentwicklung", auch wenn die Verfügbarkeit einiger Modelle durch die Ereignisse in Japan etwas beeinträchtigt sei, sagte Raschig der Nachrichtenagentur dapd in Zürich. Dort stellte die Marke den neu entwickelten Kleinwagen Aveo vor, der mit seinem Vorgänger nur noch wenig gemein hat. Er sei einer von sieben neuen "Chevi" im Jubiläumsjahr, sagte Raschig. Dann sei kein Fahrzeug der Modellpalette älter als zwei Jahre.
Um in Deutschland weiter voranzukommen, Image und Kundennähe zu verbessern, investiert Chevrolet neben der Modelloffensive weiter in die Marke und deren Händlernetz. Die Zahl von derzeit 350 Handelspartnern solle auf bis zu 400 wachsen, betonte Raschig. Um einige Lücken im deutschen Vertriebsnetz zu schließen, sei Chevrolet "aktiv auf der Suche nach neuen Händlern".
Chevrolet stelle sich mit mehr Qualität dem Wettbewerb, betonte der Geschäftsführer. Dies werde auch an geringeren Preisunterschieden zu Wettbewerbern sichtbar, räumte er ein. Die GM-Tochter war 2005 aus dem südkoreanischen Billig-Anbieter Daewoo hervorgegangen und unter dem Namen des Schweizer Rennfahrers und Firmengründers Louis Chevrolet neu gestartet. Heute sieht sie sich mit mehr als 4,27 Millionen Fahrzeugen Jahresabsatz in über 130 Ländern als führende Marke des wieder erstarkten US-Konzerns. Beim Verkauf sei man die weltweit viertgrößte Automarke, heißt es.
dapd
