Der DJV will weiterhin punktuell zu Streiks aufrufen DJV fordert von Verlegern erneut "verhandlungsfähiges Angebot"

Vor der nächsten Runde der Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Redakteure bei Tageszeitungen scheinen die Fronten weiter verhärtet. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) werde an der Taktik festhalten, weiter punktuell zu streiken, sagte DJV-Sprecher Hendrik Zörner am Montag nach einer Sitzung der Großen Tarifkommission des DJV in Hannover auf dapd-Anfrage.

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DJV fordert von Verlegern erneut "verhandlungsfähiges Angebot"

Berlin (dapd). Vor der nächsten Runde der Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Redakteure bei Tageszeitungen scheinen die Fronten weiter verhärtet. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) werde an der Taktik festhalten, weiter punktuell zu streiken, sagte DJV-Sprecher Hendrik Zörner am Montag nach einer Sitzung der Großen Tarifkommission des DJV in Hannover auf dapd-Anfrage. Das Gremium habe seine Position bekräftigt, keine "Dumpingtarifverträge" für Berufseinsteiger zu akzeptieren. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) sei aufgefordert worden, ein "verhandlungsfähiges Angebot" vorzulegen.

BDZV-Justiziar Burkhard Schaffeld verwies auf die schwierigen wirtschaftlichen Umstände für die Zeitungsverlage. Der BDZV habe seine Forderungen nicht leichtfertig aufgestellt. Auch Beschlüsse des DJV-Gesamtvorstandes änderten an diesen Daten nichts, sagte er auf Anfrage.

Auch die vergangene Runde der Tarifverhandlungen war Mitte Juni ohne ein Ergebnis zu Ende gegangen. Gewerkschaftsvertreter und Zeitungsverleger konnten sich in den Gesprächen in Düsseldorf auf keine greifbaren Fortschritte verständigen. Am 29. Juni sollen die Verhandlungen in Berlin fortgesetzt werden. In den vergangenen Monaten hatte es bereits mehrfach Warnstreiks von Zeitungsredakteuren gegeben.

Der Gehaltstarifvertrag für Tageszeitungsredakteure in Deutschland lief im Sommer 2010 aus, die Arbeitgeber kündigten zeitgleich den Manteltarifvertrag. ver.di und DJV fordern Gehaltsverbesserungen von vier Prozent für Redakteure ohne Einschnitte im Manteltarifvertrag.

dapd