Die Zuversicht ist ungebrochen

Die Geschäftserwartungen der Handwerksbetriebe für das Sommerquartal signalisieren eine Fortsetzung des breiten Konjunkturaufschwungs.

Die Zuversicht ist ungebrochen

So rechnen der aktuellen Konjunkturumfrage im deutschen Handwerk zufolge nahezu 90 Prozent der Firmeninhaber mit einem guten oder befriedigenden Geschäftsverlauf. Dabei kommt dem stark binnenmarktorientierten Handwerk zugute, dass die gesamtwirtschaftlichen Antriebskräfte zunehmend aus dem Inland kommen. Hauptsächlich die Nachfrage von Unternehmen und Privathaushalten lässt die Handwerksumsätze steigen, während von der öffentlichen Hand auch weiterhin kaum Wachstumsimpulse zu erwarten sind.

Das Baugewerbe sieht sich weiter im Aufwind. Gut gefüllte Auftragsbücher und eine rege Nachfrage nach Bauleistungen sprechen für anhaltende Umsatzzuwächse. Wichtigste Konjunkturstütze bleibt der Wohnungsbau, wobei sowohl die Neubautätigkeit als auch die Sanierungsarbeiten zunehmen. Auch gewerbliche Bauinvestitionen werden aufgrund der guten Fundamentaldaten – wie niedrige Zinsen, steigende Auslastung und günstige Ertragsperspektiven – verstärkt in Angriff genommen.

Im Maschinenbau wird sich der Aufschwung fortsetzen. Dafür spricht vor allem die expandierende Auftragsentwicklung, die aber nach der stürmischen Aufholjagd allmählich in etwas ruhigeres Fahrwasser geraten dürfte. Ebenso deutet die hohe Einstellungsbereitschaft der Firmen auf einen weiterhin positiven Konjunkturverlauf hin.

Das Kraftfahrzeuggewerbe ist nach der positiven Halbjahresbilanz auch für die kommenden Monate ganz zuversichtlich gestimmt: 85 Prozent der Betriebe kalkulieren mit guten oder zufriedenstellenden Geschäftszahlen. Auf dem Neu- und Gebrauchtwagenmarkt wird der Wachstumstrend andauern. Außerdem sollten sich die Umsätze im Service- und Teile-Geschäft erhöhen.

Im Lebensmittelhandwerk zeichnet sich eine stabile Verkaufstätigkeit ab. Stützend wirken die gute Arbeitsmarkt- und Einkommensentwicklung, größere Nachfrageeffekte sind hiervon nicht zu erwarten. Überdies bleiben saisonale Einflüsse in den kommenden Monaten im üblichen Rahmen. bü/los