Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle über den Aufschwung und den Binnenkonsum als tragende Säule.
Den Aufschwung nutzen
Die deutsche Wirtschaft ist mitten im Aufschwung. Letztes Jahr hat das Bruttoinlandsprodukt um stürmische 3,6 Prozent zugelegt. Auch in diesem Jahr werden wir die guten Winde für ein starkes Wirtschaftswachstum nutzen. Alle Instrumente stehen dafür auf „volle Kraft voraus“. Besonders freut mich, dass neben dem traditionell starken Export zunehmend auch die Inlandsnachfrage zur tragenden Säule des Aufschwungs geworden ist. Binnenkonsum und Investitionsbereitschaft steigen wieder, weil die Menschen Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung fassen.
Das kommt nicht von ungefähr: Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter sehr gut. In Teilen Deutschlands herrscht Vollbeschäftigung. Auch im Handwerk wird es 2011 wieder deutliche Beschäftigungszuwächse geben. Zugleich werden die deutschen Handwerksbetriebe mit gut drei Prozent Zuwachs in diesem Jahr maßgeblich zum Aufschwung beitragen. Dafür gebührt den vielen fleißigen Handwerkern und Unternehmern vor Ort große Anerkennung.
Auf diesen positiven Entwicklungen können wir aufbauen, wenn es um bessere Rahmenbedingungen für Mittelstand und Handwerk geht. Die Bewältigung des Fachkräftemangels, die Sicherung des Rohstoffbedarfs und die Gewährleistung einer sauberen und bezahlbaren Energieversorgung sind für viele Betriebe ein wichtiges Thema. Das Bundeswirtschaftsministerium hat hier früh die Initiative ergriffen und unterstützt Unternehmer bei der Bewältigung der neuen Herausforderungen. Mit der konsequenten Konsolidierung des Bundeshaushalts wollen wir uns zugleich Spielräume für künftige Entlastungen der fast eine Million inhabergeführten Handwerksbetriebe schaffen.
Dabei gibt uns das Erfolgsmodell der sozialen Marktwirtschaft den Kompass an die Hand: Freiräume für Wettbewerb und Leistung machen den Weg frei für einen breiten Aufschwung. Vertrauen wir uns diesem Kompass an.
