Das Handwerk geht recht zuversichtlich ins neue Jahr. Zwar werden in den ersten Monaten die üblichen saisonalen Bremseffekte zum Tragen kommen, die konjunkturelle Grundtendenz ist aber weiterhin klar aufwärtsgerichtet.
Umsätze entwickeln sich positiv
Nachfrageimpulse werden dabei sowohl von den Privathaushalten als auch von der gewerblichen Wirtschaft erwartet. Alles in allem werden die Umsätze im ersten Quartal 2011 den entsprechenden Vorjahreswert deutlich übertreffen, zumal damals die Umsatztätigkeit witterungsbedingt extrem beeinträchtigt war.
Im Baugewerbe stehen zu Jahresbeginn erfahrungsgemäß saisonale Einflüsse im Vordergrund. Konjunkturell zeigt sich ein differenziertes Bild: Für den Wohnungsbau signalisieren der Auftragseingang und die Baugenehmigungen weiter steigende Produktionszahlen. Im Wirtschaftsbau zeichnet sich dagegen noch kein nachhaltiger Aufwärtstrend ab. Der öffentliche Bau leidet unter der klammen Finanzlage der Kommunen, außerdem lässt die stabilisierende Wirkung der staatlichen Konjunkturprogramme massiv nach.
Der Maschinenbau bleibt auch im ersten Quartal 2011 auf Wachstumskurs. Die Aufträge werden weiter zunehmen, wenngleich die Entwicklung in ruhigeres Fahrwasser gerät. Das Produktionsniveau dürfte in diesem Jahr aufgrund eines statistischen Überhangs sogar etwas stärker steigen als 2010. Vor diesem Hintergrund planen die Unternehmen, zusätzliches Personal einzustellen.
Das Kraftfahrzeuggewerbe startet mit verhaltenem Optimismus in das Jahr 2011. Die gestiegene Jobsicherheit und die verbesserten Einkommensaussichten der Bundesbürger sowie das freundliche Investitionsklima in den Unternehmen sollten den Absatz neuer Privat- und Firmenautos begünstigen. Auch im Werkstattgeschäft wird wieder eine moderate Belebung der Umsätze erwartet.
Das Lebensmittelhandwerk rechnet von Januar bis März mit einer jahreszeitlich bedingten Verkaufsabschwächung, zumal das Ostergeschäft heuer in das 2. Vierteljahr fällt. Abgesehen von diesen kurzfristigen Schwankungen zeichnet sich eine weitgehend stabile Konjunkturentwicklung ab.