Allgemeine Wirtschaftsdaten
Kräftige Erholung
Die Wirtschaft in Deutschland hat sich schneller von dem dramatischen Konjunktureinbruch erholt, als zunächst zu erwartet war. Dabei kamen sowohl außenwirtschaftliche Faktoren als auch zunehmend inländische Wachstumsimpulse zum Tragen. Insgesamt dürfte das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2010 um 3,6 Prozent zugelegt haben, wie die Deutsche Bundesbank inihrem neuesten Monatsbericht mitteilte.
Der private Verbrauch zeigte im Jahresverlauf ansteigende Tendenz. Konsumstützend wirkten vor allem die günstige Arbeitsmarktentwicklung, steuerliche Entlastungen und das stabile Preisniveau. Zudem haben die Bundesbürger angesichts der Konjunkturbelebung weniger Geld auf die hohe Kante gelegt. Trotz des niedrigen Anfangsniveaus ergab sich für 2010 immerhin noch ein Plus von 0,5 Prozent.
Die Ausrüstungsinvestitionen nahmen nach dem krisenbedingten Einbruch wieder spürbar zu, und zwar um etwa neun Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Gründe hierfür waren die verbesserten Absatzperspektiven und die gestiegene Kapazitätsauslastung. Ferner hat das Auslaufen der degressiven Abschreibung die Investitionen in den Maschinen- und Gerätepark angeregt.
Die Exporte sind dank der globalen Konjunkturerholung kräftig gewachsen, vor allem in der ersten Jahreshälfte. Die deutschen Unternehmen profitierten dabei insbesondere von der lebhaften Nachfrage aus dem asiatischen Raum und einigen Schwellenländern. Insgesamt erhöhten sich die Ausfuhren 2010 um knapp 15 Prozent.
Die Preisentwicklung hat sich gegenüber dem Vorjahr zwar etwas beschleunigt, verlief aber immer noch in ruhigen Bahnen. Dabei kamen weder von außen- noch von binnenwirtschaftlicher Seite größere preistreibende Einflüsse. Jahresdurchschnittlich betrug die Teuerungsrate auf der Verbraucherstufe 1,1Prozent.
Vom Arbeitsmarkt kamen deutliche Signale der Entspannung. Die Anzahl der Erwerbstätigen stieg im Jahresdurchschnitt um 200.000 Personen. Zudem wurde aufgrund der verbesserten Auslastung die Kurzarbeit stark zurückgefahren. Parallel dazu sanken die Arbeitslosigkeit um 180.000 und die Erwerbslosenquote von 8,2 auf 7,7 Prozent.
dhz