Hans-Jürgen Epple, Bauunternehmer aus Nersingen: "Ich bin für Stuttgart 21. Die Trasse ist wichtig für die Regionen Augsburg und Ulm. Kommt sie nicht, wird die regionale Wirtschaft abgekoppelt. Ich bin gegen die Demonstrationen, weil das Projekt seit 15 Jahren genehmigt ist."
Rudolf Frank, Bäckermeister aus Stuttgart: "Ich bin dafür, weil es nur besser werden kann. Die Leute werden wieder gern nach Stuttgart kommen und die Geschäftsleute, vor allem in der Innenstadt, werden davon profitieren. Die Gegner kommen 15 Jahre zu spät."
Wolfgang Theilacker-Beck, Diplom-Ingenieur (FH) aus Stuttgart: "Ich bin dagegen. Weniger Fahrzeit ist noch keine Qualitätsverbesserung. Wirtschaftlich erwarte ich auch keine Verbesserung. Bekommen wir Lieferprobleme während des Baus, werden wir die Produktion verlagern."
Harald Herrmann, Fliesenlegermeister aus Reutlingen: "Ich finde es traurig, dass das Ganze so ein Ausmaß annimmt. Wo kommen wir hin, wenn jede Entscheidung in Frage gestellt wird? Wenn Stuttgart 21 nicht kommt, wäre das sehr schlecht für unsere Region."
Max Semler, Glasermeister aus Dietenheim: "Ich stehe hinter Stuttgart 21. Es ist gut für die Region Ulm und Baden-Württemberg. Mit der neuen Schienenanbindung wird man viele Ziele in anderen Regionen künftig schneller und leichter erreichen, ohne umsteigen zu müssen."
Wie stehen Sie zu Stuttgart 21?
Kaum ein Thema polarisiert derzeit so wie Stuttgart 21. Die Fronten zwischen Gegnern und Befürwortern sind verhärtet. Ob die Schlichtung eine befriedigende Lösung bringt, ist ungewiss. Wir haben Handwerker aus den am meisten betroffenen Gebieten noch vor dem Volksentscheid nach ihrer Meinung befragt.