Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann hat die Deutsche Bahn im Zusammenhang mit dem Stresstest für "Stuttgart 21" erneut kritisiert. Einerseits brüste sich das Unternehmen, der unterirdische Bahnhof werde den Anforderungen gerecht. Andererseits habe sie keine der Schlichtungsauflagen erfüllt, sagte der Grüne-Politiker der "Frankfurter Rundschau".
Hermann sieht "Stuttgart 21"-Stresstest nur formal als bestanden an
Frankfurt/Main (dapd). Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann hat die Deutsche Bahn im Zusammenhang mit dem Stresstest für "Stuttgart 21" erneut kritisiert. Einerseits brüste sich das Unternehmen, der unterirdische Bahnhof werde den Anforderungen gerecht. Andererseits habe sie keine der Schlichtungsauflagen erfüllt, sagte der Grüne-Politiker der "Frankfurter Rundschau". "Die Bahn hat keine dieser Forderungen planerisch umgesetzt und Kosten dafür angegeben."
Der Konzern sei weiterhin nicht bereit, die von Schlichter Heiner Geißler geforderten Verbesserungen umzusetzen und "transparent werden zu lassen, wie teuer das Ganze wird", kritisiert der Minister. "Denn dann würde klar, dass der maximale Kostenrahmen von 4,5 Milliarden Euro längst gesprengt ist." In der Konsequenz müsse das Unternehmen "das Projekt selbst kippen oder aber draufzahlen". Das Land werde keinen Cent mehr beisteuern als vereinbart, sagte Hermann.
dapd
