Bevölkerung in der Europäischen Union leicht gestiegen Deutschland verzeichnet eine der niedrigsten Geburtenziffern in der EU

In Deutschland sind im vergangenen Jahr so wenig Kinder zur Welt gekommen wie in nur wenigen anderen EU-Ländern. Auch bei den natürlichen Wachstumsraten trägt die Bundesrepublik mit sieben weiteren Mitgliedsstaaten die rote Laterne. Insgesamt stieg die Bevölkerung in der EU 2010 gegenüber dem Vorjahr nur leicht, wie Eurostat am Donnerstag mitteilte.

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Deutschland verzeichnet eine der niedrigsten Geburtenziffern in der EU

Brüssel (dapd). In Deutschland sind im vergangenen Jahr so wenig Kinder zur Welt gekommen wie in nur wenigen anderen EU-Ländern. Auch bei den natürlichen Wachstumsraten trägt die Bundesrepublik mit sieben weiteren Mitgliedsstaaten die rote Laterne. Insgesamt stieg die Bevölkerung in der EU 2010 gegenüber dem Vorjahr nur leicht, wie Eurostat am Donnerstag mitteilte.

Sie wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Millionen auf 502,5 Millionen. Einsamer Spitzenreiter beim natürlichen Wachstum ist wie schon in den Vorjahren Irland. Weit abgeschlagen hinter der grünen Insel mit 10,3 Promille liegen Zypern (5,7), Frankreich (4,4), Luxemburg (4,2) und das Vereinigte Königreich (3,9).

Unter den acht Mitgliedsstaaten mit einem negativen natürlichen Wachstum befindet sich wie schon 2008 und 2009 Deutschland mit minus 2,2 Promille. Die stärksten Rückgänge verzeichnen Lettland, Bulgarien und Ungarn.

Bei den Geburtenzahlen ist das Bild ähnlich: Auch hier führt Irland mit 16,5 Geburten pro tausend Einwohner weit vor den anderen EU-Staaten. Zugleich verzeichnet das Land aber mit minus 7,5 Promille auch die höchste Nettoabwanderung. Deutschland weist mit 8,3 Promille eine der niedrigsten Geburtenziffern auf. In der Bundesrepublik kamen im Vorjahr 677.900 Kinder zur Welt, EU-weit waren es fünf Millionen.

dapd