Die anhaltenden Diskussionen um den richtigen Weg aus der Schuldenkrise in mehreren europäischen Staaten verunsichern die Verbraucher. Das zeigt auch die aktuelle GfK-Konsumklimastudie.
Gedämpfte Verbraucherstimmung im Juli
Die Schuldenprobleme Griechenlands und die Befürchtung, dass weitere Euro-Länder in eine ähnliche Situation geraten könnten, lassen mehr Verbraucher als in den letzten Monaten vor Investitionen zurückschrecken. Die Anschaffungsneigung ging etwas zurück und auch der Konjunkturoptimismus der Bundesbürger bekommt einen kleinen Dämpfer. Allerdings gehen die Deutschen laut GfK nach wie vor davon aus, dass die Wirtschaft weiter wachsen wird – wenn auch nicht mehr ganz so stark wie bisher. Das zeigte bereits der ifo-Geschäftsklimaindex. Danach schwächen sich die Geschäftserwartungen der Unternehmen zwar etwas ab, die Einschätzung ist jedoch noch genauso günstig wie im Frühjahr dieses Jahres.
Laut GfK bleiben somit auch die Aussichten für den privaten Konsum grundsätzlich günstig. Die realen privaten Konsumausgaben im ersten Quartal 2011 seien nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent gestiegen, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Reallöhne in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 2 Prozent zulegen konnten.
dhz
