Nach Ansicht der SPD sollte der Vorstandschef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, auf einen Wechsel an die Spitze des Aufsichtsrates des Instituts verzichten. Zwar lasse das Aktiengesetz eine Ausnahme von der Karenzzeit zu, wenn Aktionäre es so wollten.
SPD: Ackermann sollte nicht in den Aufsichtsrat wechseln
Düsseldorf (dapd). Nach Ansicht der SPD sollte der Vorstandschef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, auf einen Wechsel an die Spitze des Aufsichtsrates des Instituts verzichten. Zwar lasse das Aktiengesetz eine Ausnahme von der Karenzzeit zu, wenn Aktionäre es so wollten. "Trotzdem sollte Josef Ackermann mit gutem Beispiel vorangehen und die Finger vom Aufsichtsratsvorsitz lassen", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Garrelt Duin, dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe).
Duin sagte, es habe einen tieferen Sinn, wenn das Aktiengesetz vor dem Wechsel vom Vorstand in den Aufsichtsrat eine zweijährige Karenzzeit vorsehe. "Selbst ein hervorragender Banker wie Josef Ackermann kann in persönliche Zwiespälte geraten oder die innere Unabhängigkeit verlieren, wenn er über grundlegende strategische Pläne seiner Nachfolger entscheiden muss", sagte der SPD-Politiker.
dapd
