Der neue Vorsitzende der baden-württembergischen CDU, Thomas Strobl, äußert Kritik am Zustand seiner Partei, nimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aber in Schutz.
Strobl kritisiert den Zustand der CDU
Berlin (dapd). Der neue Vorsitzende der baden-württembergischen CDU, Thomas Strobl, äußert Kritik am Zustand seiner Partei, nimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aber in Schutz. Zur Wahlniederlage der Südwest-CDU bei der letzten Landtagswahl sagte Strobl der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Die Welt", die CDU habe sich in den vergangenen Jahrzehnten ganz auf das Regieren konzentriert. Sie habe sich dabei für nahezu unersetzlich gehalten. Darüber seien Diskussion und Zuhören zu kurz gekommen.
Fehler sieht er auch bei der Arbeit der Bundesregierung. "Noch ist unklar, was eigentlich die übergeordnete Zielsetzung dieser Regierung ist. Es gebe eine erschreckende Disproportionalität zwischen erfolgreichem Regierungshandeln und dem Ansehen der Bundesregierung. Ausdrücklich lobte er Merkel. Sie mache, "was das Krisenmanagement in Europa angeht, seit Herbst 2008 einen wirklich erstklassigen Job".
dapd
