Die Linke hat einen Bericht über finanzielle Probleme der Partei zum Teil bestätigt. Die Parteivorsitzende Gesine Lötzsch sagte am Montag in Berlin, es sei zutreffend, dass vor allem ältere Mitglieder im Osten des Landes mehr Beiträge zahlten als neuere Mitglieder im Westen. Ein Verlust eines solchen gut zahlenden Mitglieds sei "nicht nur menschlich, sondern auch in der Parteikasse schmerzlich".
"Wir brauchen mehr Mitglieder"
Berlin (dapd). Die Linke hat einen Bericht über finanzielle Probleme der Partei zum Teil bestätigt. Die Parteivorsitzende Gesine Lötzsch sagte am Montag in Berlin, es sei zutreffend, dass vor allem ältere Mitglieder im Osten des Landes mehr Beiträge zahlten als neuere Mitglieder im Westen. Ein Verlust eines solchen gut zahlenden Mitglieds sei "nicht nur menschlich, sondern auch in der Parteikasse schmerzlich". Lötzsch gab zu: "Wir brauchen mehr Mitglieder."
Der "Spiegel" hatte am Wochenende berichtet, in der Partei sorgten schrumpfende Mitgliederzahlen und wachsende Finanzprobleme für Unruhe. Interne Dokumente besagten, dass das Durchschnittsalter der mitglieder- und finanzstarken Landesverbände im Osten fast durchweg 65 Jahre überschreite. Finanziell sei die Partei bis heute auf die Altmitglieder angewiesen, die weitgehend aus der frühreren SED stammen.
Die aktuelle Mitgliederzahl der Linken bezifferte das Magazin auf etwa 71.000. Diese Zahl wollte Lötzsch weder dementieren noch bestätigen. Es sei "guter Brauch", die Mitgliederzahl jeweils zu einem bestimmten Stichtag mitzuteilen. Am 31. Dezember 2010 habe die Linke 73.658 Mitglieder gehabt. Andere Zahlen seien nicht offiziell.
dapd
