Nach dem Wechsel der Verantwortung im nordafghanischen Mazar-e-Sharif warnt der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus, vor einem Abzug-Automatismus der Bundeswehr. "Sollte sich zeigen, dass mit der Übergabe der Verantwortung an die afghanischen Sicherheitskräfte Lücken oder weitere Probleme entstehen, dann wird man die Abzugsplanung dem anpassen müssen", sagte der FDP-Politiker.
Königshaus warnt vor Abzug-Automatismus in Afghanistan
Düsseldorf (dapd). Nach dem Wechsel der Verantwortung im nordafghanischen Mazar-e-Sharif warnt der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus, vor einem Abzug-Automatismus der Bundeswehr. "Sollte sich zeigen, dass mit der Übergabe der Verantwortung an die afghanischen Sicherheitskräfte Lücken oder weitere Probleme entstehen, dann wird man die Abzugsplanung dem anpassen müssen", sagte der FDP-Politiker der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".
Er verlange, den Abzug von der jeweiligen Situation abhängig zu machen. Es dürfe am Ende nicht dazu kommen, dass die verbleibenden Bundeswehrsoldaten in eine schwierigere Situation geraten, sagte der Wehrbeauftragte. Die Übergabe der Verantwortung in afghanische Hände bezeichnete Königshaus als "eine Probe, was geht und ob es geht". Es komme nun darauf an, sich "Schritt für Schritt vorwärtszutasten".
dapd
