Gesetzentwurf sieht mehr Geld für Zahnärzte vor Schäuble zwingt Bahr zu Ausgabenkontrolle im Gesundheitssystem

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat seinem Kabinettskollegen Daniel Bahr (FDP) einen engen Kostenrahmen bei der Bekämpfung des Ärztemangels diktiert. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe) musste der Gesundheitsminister den bereits ans Kabinett verschickten Entwurf des Versorgungsstrukturgesetzes wieder einkassieren.

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Schäuble zwingt Bahr zu Ausgabenkontrolle im Gesundheitssystem

München (dapd). Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat seinem Kabinettskollegen Daniel Bahr (FDP) einen engen Kostenrahmen bei der Bekämpfung des Ärztemangels diktiert. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe) musste der Gesundheitsminister den bereits ans Kabinett verschickten Entwurf des Versorgungsstrukturgesetzes wieder einkassieren. Schäuble hatte sein Veto im Kabinett angedroht, falls nicht ein Paragraf eingefügt werde, der eine Art Ausgabenbremse enthält.

Die beiden zuständigen Staatssekretäre der Ministerin, Werner Gatzer und Thomas Ilka, einigten sich nach Angaben aus der Regierung nun auf eine Regelung, die zum Ziel hat, den Bundeshaushalt vor Belastungen aus dem Gesetz zu schützen. Sollten die tatsächlichen Kosten die im Gesetz genannten Zahlen überschreiten, muss Bahr dieses Geld durch Einschnitte im Gesundheitssystem ausgleichen.

Mit dem Versorgungsstruktur-Gesetz wollen Bahr und die Gesundheitsexperten der schwarz-gelben Koalition den Ärztemangel auf dem Land bekämpfen. Wer in einem unterversorgten Gebiet praktiziert, soll keine Abschläge mehr bei seinen Honoraren hinnehmen müssen. Zudem sollen über die Bezahlung der niedergelassenen Ärzte nicht mehr zentral, sondern in den Regionen verhandelt werden. Zusätzlich sieht der Gesetzentwurf mehr Geld für Zahnärzte vor.

dapd