Der Verband begrüßt aber zugleich die Beteiligung privater Gläubiger Bund der Steuerzahler findet neues Griechenland-Paket "fahrlässig"

Der Bund der Steuerzahler kritisiert die Beschlüsse des Euro-Sondergipfels zur weiteren Hilfe für Griechenland. Es sei "fahrlässig", dass die EU-Regierungschefs den Steuerzahlern weitere Haftungsrisiken für Griechenland "aufgebürdet" hätten, sagte Verbandsvizepräsident Reiner Holznagel am Freitag "Handelsblatt Online".

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Bund der Steuerzahler findet neues Griechenland-Paket "fahrlässig"

Berlin (dapd). Der Bund der Steuerzahler kritisiert die Beschlüsse des Euro-Sondergipfels zur weiteren Hilfe für Griechenland. Es sei "fahrlässig", dass die EU-Regierungschefs den Steuerzahlern weitere Haftungsrisiken für Griechenland "aufgebürdet" hätten, sagte Verbandsvizepräsident Reiner Holznagel am Freitag "Handelsblatt Online".

Zwar sei die Beteiligung privater Gläubiger an dem neuen Hilfspaket ein Schritt in die richtige Richtung. Doch ob eine freiwillige Beteiligung ausreiche, sei fraglich, sagte Holznagel.

Die Staats- und Regierungschefs der Euroländer hatten am späten Donnerstagabend beschlossen, dass Griechenland zusätzliche Hilfen über 109 Milliarden Euro für die kommenden Jahre bekommt.

Holznagel verlangte größere Anstrengungen von Athen. "Die Krisenländer haben selbst die Aufgabe, die Finanzmärkte durch eine solide und tragfähige Haushaltsfinanzierung von sich zu überzeugen", sagte Holznagel. Gerade Griechenland sei gefordert, Strukturreformen umzusetzen, um wettbewerbsfähiger zu werden.

dapd