Das musste man doch wissen

Das musste man doch wissen

zum Thema Fachkräftemangel, online und im Artikel „DerArbeit gehen die Menschen aus“, Ausgabe 17, 10.September

Die Problematik des Fachkräftemangels, mehr Beschäftigung für Ältere etc., war doch vorauszusehen. Wieso das plötzliche Entsetzen und der Ruf nach ausländischen Fachkräften? Macht man es sich da nicht zu einfach? Die Firmenbosse mussten doch wissen, wen oder was sie für die Zukunft brauchen, und wenn nicht, sind sie fehl am Platze. „Der Fluch der bösen Tat“, er rächt sich jetzt. Die Alten mussten ja weg, waren zu teuer, als Nachwuchs wollte man nur Abiturienten. Auf dem Arbeitsmarkt gehören sie ja schon ab 45 Jahre zum alten Eisen. Außer bei Zeitarbeitsfirmen, zu Löhnen, von denen niemand leben kann. Und jetzt der Schrei nach „kluger Zuwanderungspolitik“. Seit wann kann Deutschland kluge Zuwanderungspolitik betreiben? Wäre mir völlig neu. Wir müssen in unser Potenzial investieren, angefangen bei den Kleinsten. Krippenplätze für junge, berufstätige Familien. Reformen der Schulen und Lehrpläne, bessere in pädagogischem Sinn und mehr Lehrkräfte, keine lebenslang verbeamteten Pauker. Der Slogan „unsere Kinder sind die Zukunft“ muss verinnerlicht und gelebt werden. Die Firmenbosse gehören mehr in die Haftung genommen, um zum Wohl der gesamten Bevölkerung beizutragen. Nicht zum privaten Scheffeln von Millionen. Von der Industrie und der Politik erwartet der Bürger in erster Linie die Sorge und Fürsorge für uns, die Bevölkerung. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.Gabriele Reisigel,
Mannheim, per E-Mail