Weiterer Meilenstein der Hochgeschwindigkeitstrasse von Nürnberg nach Berlin Tunneldurchschlag bei Reitersberg für schnelle ICE-Strecke

Die ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke von Nürnberg nach Berlin hat eine weitere wichtige Hürde genommen: Im oberfränkischen Reitersberg im Landkreis Coburg wurde am Donnerstag ein fast drei Kilometer langer Tunnel nach Thüringen durchschlagen - ein halbes Jahr früher als geplant.

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Tunneldurchschlag bei Reitersberg für schnelle ICE-Strecke

Coburg (dapd-bay). Die ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke von Nürnberg nach Berlin hat eine weitere wichtige Hürde genommen: Im oberfränkischen Reitersberg im Landkreis Coburg wurde am Donnerstag ein fast drei Kilometer langer Tunnel nach Thüringen durchschlagen - ein halbes Jahr früher als geplant. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, erklärte, das Projekt werde die Verkehrsentwicklung in den kommenden Jahren wesentlich zugunsten der Schiene beeinflussen. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer sagte, die neue Strecke sei nicht nur für den Wirtschaftsstandort Deutschland gut, sondern auch für die Umwelt als Alternative zu Auto und Flugzeug.

Auf dem 107 Kilometer langen Stück zwischen dem bayerischen Ebensfeld und Erfurt werden 29 Brücken und 22 Tunnel gebaut. Die Fertigstellung ist bis 2017 geplant. Dann können die Züge dort mit 300 Stundenkilometern fahren. Wenn das gesamte ICE-Projekt bis Berlin fertig ist, verkürzt sich die Fahrzeit von Berlin nach München von bisher sechs auf etwa vier Stunden.

Die Gesamtinvestitionen für die 500 Kilometer umfassende Hochgeschwindigkeitstrasse von Nürnberg nach Berlin, von der 230 Kilometer neu gebaut werden müssen, belaufen sich auf etwa zehn Milliarden Euro. Davon entfallen rund 100 Millionen Euro auf den Tunnel in Reitersberg.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann erklärte, die neue Strecke lasse Bayern und Thüringen noch weiter zusammenwachsen und kurble damit auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ost und West weiter an. Er sprach sich für einen regelmäßigen Halt des ICE in Coburg aus, am besten im Zwei-Stunden-Takt. "Das Verkehrspotenzial dafür ist vorhanden", sagte er. In Coburg leben etwa 40.000 Menschen, im Großraum Coburg/Rödental/Sonneberg rund 100.000.

dapd