Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat vor dem Euro-Sondergipfel am Donnerstag deutliche Kritik am Krisenmanagement geäußert und fordert vor allem von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen klaren Kurs. "Deutschland hat in gewisser Weise eine Lokomotivfunktion und muss bei der Lösung des Problems eine Führungsrolle übernehmen", sagte Hundt dem "Handelsblatt".
"Die Zeit für kleine Schritte ist endgültig vorbei"
Düsseldorf (dapd). Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat vor dem Euro-Sondergipfel am Donnerstag deutliche Kritik am Krisenmanagement geäußert und fordert vor allem von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen klaren Kurs. "Deutschland hat in gewisser Weise eine Lokomotivfunktion und muss bei der Lösung des Problems eine Führungsrolle übernehmen", sagte Hundt dem "Handelsblatt". "Die Zeit für kleine Schritte, die die Finanzmärkte nicht überzeugen, ist nach den Spekulationen gegen italienische Staatsanleihen endgültig vorbei", sagte er.
Bedauerlicherweise fehle es jedoch an einer klaren Perspektive, monierte Hundt. "Wenn Frau Merkel ein stringentes Konzept hätte, wäre das sehr gut", sagte er. Doch leider fehle es an einer "fertigen Lösung". Nach Einschätzung des Arbeitgeberpräsidenten wird ein Schuldenschnitt für Griechenland notwendig sein. "Ich befürchte, dass es am Ende ohne eine Umschuldung nur schwer gehen wird", sagte er.
dapd
