Der Leiter des Euro-Rettungsschirms (EFSF), Klaus Regling, hat die Erwartungen an den Gipfel der Euroländer am Donnerstag in Brüssel gedämpft. "Man kann nur vor Schnellschüssen warnen", sagte Regling am Mittwochabend beim Wirtschaftsbeirat in München. "Wundermittel gibt es hier nicht."
Euro-Rettungsfonds warnt vor Schnellschüssen
München (dapd). Der Leiter des Euro-Rettungsschirms (EFSF), Klaus Regling, hat die Erwartungen an den Gipfel der Euroländer am Donnerstag in Brüssel gedämpft. "Man kann nur vor Schnellschüssen warnen", sagte Regling am Mittwochabend beim Wirtschaftsbeirat in München. "Wundermittel gibt es hier nicht."
Griechenland müsse die notwendige Hilfe bekommen, um nicht zahlungsunfähig zu werden, sagte Regling und betonte die negativen Folgen eines Schuldenschnitts für Banken und Versicherungen in anderen europäischen Ländern. Zugleich beklagte er eine wachsende Skespis in Deutschland: Die Geberländer würden offenbar müde, Finanzhilfen zu leisten, "Deutschland an vorderster Front", sagte er. "Es gibt Fortschritte, aber das wird nicht zur Kenntnis genommen." Auch Irland und Portugal hätten ihre Defizite gesenkt. "Die Programme wirken, die wir unterstützen", sagte der Leiter des Euro-Rettungsfonds.
Regling verteidigte die Ratingagenturen. Es habe schon seinen Grund, warum Griechenland und Portugal so schlecht und Deutschland gut bewertet würden. Die Ratingagenturen seien nur "die Überbringer der schlechten Nachrichten - es bringt nichts, auf sie einzuprügeln", sagte der EFSF-Chef.
dapd
