Die Commerzbank wird zu den 28 globalen Banken gehören, die wegen ihrer Größe und Vernetzung zusätzliches Eigenkapital vorhalten müssen. Das erfuhr die "Financial Times Deutschland" aus mit der Entscheidung vertrauten Kreisen.
Commerzbank eine von weltweit 28 systemrelevanten Banken
Hamburg (dapd). Die Commerzbank wird zu den 28 globalen Banken gehören, die wegen ihrer Größe und Vernetzung zusätzliches Eigenkapital vorhalten müssen. Das erfuhr die "Financial Times Deutschland" aus mit der Entscheidung vertrauten Kreisen. Der Finanzstabilitätsrat (FSB) und der Basler Ausschuss der Bankenaufseher gaben bekannt, dass der Zuschlag zunächst 28 sogenannte Sifis (Systemically Important Financial Institutions) betreffen wird. Sie wurden aus 73 Banken ausgewählt, die regelmäßig auf ihre Größe, Vernetzung, internationale Aktivitäten, Komplexität und Ersetzbarkeit geprüft werden.
Dahinter steckt die Idee, dass systemrelevante Großbanken einen besonders großen Kapitalpuffer aufbauen sollen, um sich besser für eine neue Finanzkrise zu rüsten. So will man die Steuerzahler schützen. Die systemrelevanten Banken müssen zwischen 1 und 2,5 Prozent zusätzliches hartes Kernkapital vorhalten. Das wird auf die von Basel III geforderten 7 Prozent hartes Kernkapital (einbehaltene Gewinne und Grundkapital) aufgeschlagen.
Es gelte als sicher, dass die Deutsche Bank auch auf der Liste steht, sowie US-Banken wie Citigroup, JP Morgan, Bank of America, britische Banken wie HSBC, Barclays und Royal Bank of Scotland und BNP Paribas.
dapd
