Der Generalsekretär der CDU, Hermann Gröhe, hat den Schulkonsens in Nordrhein-Westfalen als "guten Kompromiss im Interesse der Kinder" bezeichnet. Die CDU habe wichtige Anliegen durchgesetzt: ein differenziertes Schulsystem statt der Einheitsschule, die individuelle Förderung der Kinder und gleiche Chancen für alle Schularten, sagte Gröhe der Zeitung "Die Welt".
"Guter Kompromiss im Interesse der Kinder"
Berlin (dapd). Der Generalsekretär der CDU, Hermann Gröhe, hat den Schulkonsens in Nordrhein-Westfalen als "guten Kompromiss im Interesse der Kinder" bezeichnet. Die CDU habe wichtige Anliegen durchgesetzt: ein differenziertes Schulsystem statt der Einheitsschule, die individuelle Förderung der Kinder und gleiche Chancen für alle Schularten, sagte Gröhe der Zeitung "Die Welt".
Gröhe sieht in dem Kompromiss auch ein Signal für die Bundespartei, die sich im November neue bildungspolitische Leitsätze geben will. Vor allem die geplante Abschaffung von Haupt- und Realschule hatte heftige Kritik provoziert. "Die Schaffung einer neuen attraktiven Schulform, in der Real- und Hauptschule miteinander verbunden werden können und die vor allem der Berufsvorbereitung dient, geht in eine ähnliche Richtung wie unsere Überlegungen in der Bundespartei", sagte Gröhe.
Der Plan sieht vor, dass die CDU auf die von ihr geplante Verbundschule verzichtet. Zudem sind die Christdemokraten bereit, die Garantie der Hauptschule aus der NRW-Verfassung zu streichen. Rot-Grün wird die Gemeinschaftsschule nicht wie geplant umsetzen. Beide Seiten vereinbarten, dass das gegliederte Schulsystem dann bis 2023 nicht mehr angetastet werden soll.
dapd
