Sextett soll den Aktienkurs geschönt und dann eigene Papiere verkauft haben Anklage gegen Ex-Manager des Solarkonzerns Conergy

Sechs ehemaligen Topmanagern des angeschlagenen Solarenergiekonzerns Conergy droht ein Prozess, weil sie mit falschen Firmeninformationen den Kurs der Aktie hochgetrieben haben sollen. Die Hamburger Staatsanwaltschaft wirft ihnen Insiderhandel, Bilanzfälschung und Marktmanipulation vor, wie ein Sprecher am Dienstag mitteilte.

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Anklage gegen Ex-Manager des Solarkonzerns Conergy

Hamburg (dapd). Sechs ehemaligen Topmanagern des angeschlagenen Solarenergiekonzerns Conergy droht ein Prozess, weil sie mit falschen Firmeninformationen den Kurs der Aktie hochgetrieben haben sollen. Die Hamburger Staatsanwaltschaft wirft ihnen Insiderhandel, Bilanzfälschung und Marktmanipulation vor, wie ein Sprecher am Dienstag mitteilte.

Die Manager haben den Ermittlungen zufolge durch falsche Informationen den Kurs der Conergy-Aktie 2006 und 2007 künstlich hoch gehalten und dann eigene Aktien im Wert von 42 Millionen Euro verkauft, wie der Sprecher sagte.

Der einstige Börsenstar Conergy kämpft seit Jahren mit roten Zahlen. 2007, 2008 und 2009 machte Conergy wegen Missmanagements hohe Verluste.

Die Ermittlungen gehen zurück auf eine Durchsuchungsaktion 2009: Damals wurden 24 Büros und Wohnungen durchsucht und Beweismaterial sichergestellt. Anlass für die Ermittlungen waren Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft. Der frühere Vorstandschef Dieter Ammer hatte danach selbst mitgeteilt, dass er zu den Beschuldigten gehört. Er habe nichts von Bilanzfälschungen gewusst, erklärte er damals.

Nun muss das Landgericht über die Zulässigkeit der 151 Seiten umfassenden Anklage entscheiden. Die Staatsanwaltschaft rechnet nicht damit, dass der Prozess noch in diesem Jahr beginnt.

dapd