Deutschlands größter Stahlproduzent ThyssenKrupp treibt die Trennung von seiner in den vergangenen Jahren mit tiefroten Zahlen kämpfenden Edelstahlsparte zügig voran. Bereits Anfang kommenden Monats soll ein neuer fünfköpfiger Vorstand die strategische und operative Steuerung der Sparte übernehmen, wie Thyssenkrupp am Dienstag mitteilte.
ThyssenKrupp treibt Konzernumbau voran
Essen (dapd). Deutschlands größter Stahlproduzent ThyssenKrupp treibt die Trennung von seiner in den vergangenen Jahren mit tiefroten Zahlen kämpfenden Edelstahlsparte zügig voran. Bereits Anfang kommenden Monats soll ein neuer fünfköpfiger Vorstand die strategische und operative Steuerung der Sparte übernehmen, wie Thyssenkrupp am Dienstag mitteilte. Gleichzeitig beauftragte der Konzern die Deutsche Bank, die Citigroup und Rothschild mit der Unterstützung bei der Verselbstständigung der Sparte.
Die Trennung von der traditionsreichen Edelstahlsparte ist Bestandteil einer Neuausrichtung des Konzerns, mit der der neue ThyssenKrupp-Vorstandsvorsitzende Heinrich Hiesinger die Schulden des Stahlriesen reduzieren, die Abhängigkeit von der Stahlsparte vermindern und Spielraum für das Wachstum in Schwellenländern gewinnen will. Insgesamt will sich der Konzern dabei von 35.000 Beschäftigten trennen.
Für die Edelstahlsparte, die allein in den vergangenen beiden Jahren Verluste in einer Gesamthöhe von mehr als einer Milliarde Euro aufhäufte, erwartet ThyssenKrupp durch die Trennung eine Verbesserung der Wettbewerbsposition - auch mit Blick auf potenzielle strategische Partnerschaften. Offen ist allerdings nach wie vor, wie die Trennung vollzogen werden soll. Infrage kommen dafür eine Abspaltung, ein Börsengang oder auch der Verkauf.
dapd
