Der Chef des Heeresführungskommandos, General Carl-Hubertus von Butler, hat eingeräumt, dass die Aufständischen in Afghanistan bei ihren Angriffen auf die Bundeswehr völlig neue Fähigkeiten entwickelt haben. "Dass wir uns ständig technisch weiterentwickeln müssen, liegt auf der Hand", sagte Butler der Koblenzer "Rhein-Zeitung" (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht.
General: Es gibt keinen hundertprozentigen Schutz in Afghanistan
Koblenz (dapd). Der Chef des Heeresführungskommandos, General Carl-Hubertus von Butler, hat eingeräumt, dass die Aufständischen in Afghanistan bei ihren Angriffen auf die Bundeswehr völlig neue Fähigkeiten entwickelt haben. "Dass wir uns ständig technisch weiterentwickeln müssen, liegt auf der Hand", sagte Butler der Koblenzer "Rhein-Zeitung" (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. Gegen 200-Kilo-Bomben gebe es keinen Schutz. Deshalb müsse die Region zusammen mit den alliierten Partnern gründlich aufgeklärt werden.
Im Bezug auf den zum Jahresende geplanten Teilabzug sieht Butler vor allem die nun aufgebauten afghanischen Sicherheitskräfte in der Pflicht. Erst durch ihren Aufbau könne die internationale Afghanistan-Schutztruppe ISAF die Zahl ihrer Soldaten schrittweise reduzieren. Zweifeln an der Qualität der afghanischen Partner hielt der General entgegen, dass auch er sich selbstverständlich von afghanischen Soldaten beschützen lassen würde.
dapd
