Das Bundeskartellamt soll seine Ermittlungen gegen Hersteller von Bahnschienen ausgeweitet haben. Die Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe (Dienstagausgaben) berichteten vorab, in der vergangenen Woche sei auch das Weichenbauwerk des österreichischen Konzerns Voestalpine in Butzenbach durchsucht worden.
Bundeskartellamt weitet Ermittlungen gegen Schienenkartell aus
Essen (dapd). Das Bundeskartellamt soll seine Ermittlungen gegen Hersteller von Bahnschienen ausgeweitet haben. Die Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe (Dienstagausgaben) berichteten vorab, in der vergangenen Woche sei auch das Weichenbauwerk des österreichischen Konzerns Voestalpine in Butzenbach durchsucht worden. Ein Schienenkartell unter Beteiligung der Voestalpine und einer Tochter des Thyssen-Krupp-Konzerns habe mehr als zehn Jahre lang die Deutsche Bahn durch illegale Preisabsprachen mindestens um einen hohen dreistelligen Millionenbetrag geschädigt.
Voestalpine hatte sich den Blättern zufolge im Fall des Schienenkartells selbst angezeigt, um als Kronzeuge niedrigere Strafen zu erhalten. Sollte das Unternehmen aber nicht auf mögliche Preisabsprachen im Weichenbau hingewiesen haben und müsste es als Teil des Schienenkartells angesehen werden und mit einer erheblichen Strafe rechnen.
dapd
