Bis Juni sind erst knapp 7.000 Stellen besetzt gewesen Projekt Bürgerarbeit kommt nur langsam voran

Das Modellprojekt Bürgerarbeit verläuft schleppend. Bis Juni seien erst knapp 7.000 Stellen besetzt gewesen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstagausgabe) vorab unter Berufung auf eine Stellungnahme des Bundesarbeitsministeriums zu einer Anfrage der Arbeitsmarktexpertin der Grünen, Brigitte Pothmer.

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Projekt Bürgerarbeit kommt nur langsam voran

München (dapd). Das Modellprojekt Bürgerarbeit verläuft schleppend. Bis Juni seien erst knapp 7.000 Stellen besetzt gewesen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstagausgabe) vorab unter Berufung auf eine Stellungnahme des Bundesarbeitsministeriums zu einer Anfrage der Arbeitsmarktexpertin der Grünen, Brigitte Pothmer.

Zunächst seien 34.000 öffentlich geförderte Stellen vorgesehen gewesen, bei denen Langzeitarbeitslose zum Beispiel alten Menschen vorlesen, Behinderte begleiten oder Naturlehrpfade pflegen sollen, schrieb die Zeitung. Nach ersten Berichten über das fehlende Interesse an dem Programm habe das Ministerium im April betont, die Zahl sei keine verbindliche Zielmarke.

Das Blatt schrieb, das Arbeitsministerium habe nun die Antragsfrist für Fördermittel zur Bürgerarbeit von Ende Oktober bis Ende Dezember verlängert. Pothmer sagte der Zeitung, dies zeige, dass Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) ihre Ziele nicht erreicht habe.

Nach Angaben der Zeitung ist ein Grund für das bislang flaue Interesse der Streit um die Höhe der Bezahlung. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di pocht darauf, dass die Bürgerarbeiter nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes zu bezahlen sind. Die kommunalen Arbeitgeber wollen weniger zahlen, fürchten jedoch die unklare Rechtslage.

dapd