Zum Auftakt der deutsch-russischen Regierungskonsultationen sind Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Präsident Dimitri Medwedew am Montagabend zu einem Gespräch zusammengetroffen. Die Kanzlerin empfing den Präsidenten in Garbsen bei Hannover zu einem gemeinsamen Abendessen.
Bundeskanzlerin Merkel empfängt Präsident Medwedew
Hannover (dapd). Zum Auftakt der deutsch-russischen Regierungskonsultationen sind Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Präsident Dimitri Medwedew am Montagabend zu einem Gespräch zusammengetroffen. Die Kanzlerin empfing den Präsidenten in Garbsen bei Hannover zu einem gemeinsamen Abendessen. Bei seiner Ankunft in Deutschland war Medwedew zuvor auf dem Flughafen Hannover-Landgenhagen vom niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister (CDU) begrüßt worden.
Im Mittelpunkt der 13. deutsch-russischen Regierungskonsultationen sollen Wirtschaftsbeziehungen und die innenpolitische Lage in Russland vor den Präsidentenwahlen im kommenden Jahr stehen. Am (morgigen) Dienstag nehmen an den offiziellen Beratungen zahlreiche Ressortminister beider Staaten teil. Anschließend ist der Abschluss von einem Dutzend Verträge zur wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit vorgesehen.
Unter den Querelen um den Quadriga-Preis, den zunächst der russische Ministerpräsident Wladimir Putin erhalten sollte, werde das Regierungstreffen nicht leiden, versicherten vorab beide Seiten. Der russische Botschafter in Deutschland, Wladimir Grinin, kritisierte zwar die Nichtvergabe des Preises an Putin. Der Vorfall werde aber keine Auswirkungen auf die deutsch-russischen Konsultationen haben, sagte er.
Auch der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, sagte, auch wenn Putin den Preis nun nicht erhalte, seien die Konsultationen beider Länder nicht belastet. Bei den Gesprächen werde sich Partnerschaft beider Länder in einer Vielzahl konkreter und zukunftsweisender Projekte zeigen. Ministerpräsident Putin nimmt an den Konsultationen in Hannover nicht teil.
dapd
