Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat am Montag in Bonn die Auswirkungen der Bundeswehrreform auf den Standort Hardthöhe sondiert. Dazu traf er mit dem Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) zu einem vertraulichen Gespräch zusammen. In Bonn sind noch immer die meisten der rund 3.500 Mitarbeiter der Verteidigungsministeriums beschäftigt.
De Maizière redet mit Bonner Oberbürgermeister über Hardthöhe
Bonn (dapd-nrw). Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat am Montag in Bonn die Auswirkungen der Bundeswehrreform auf den Standort Hardthöhe sondiert. Dazu traf er mit dem Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) zu einem vertraulichen Gespräch zusammen. In Bonn sind noch immer die meisten der rund 3.500 Mitarbeiter der Verteidigungsministeriums beschäftigt. De Maizière plant nach Informationen der Nachrichtenagentur dapd, möglichst viele Mitarbeiter von der Hardthöhe nach Berlin zu seinem zweiten Amtssitz zu holen.
Es habe ein "gutes und konstruktives Gespräch" gegeben, teilten beide Seiten nach dem 45-minütigen Treffen mit. Einzelheiten wurden nicht genannt. Nimptsch sprach von einem "guten Ergebnis" und bedankte sich bei de Maizière für seine "völlige Transparenz".
Der Verteidigungsminister rechtfertigte die Vertraulichkeit. Zugleich betonte er, es habe sich um ein "Sondierungsgespräch, nicht um ein "Entscheidungsgespräch" gehandelt. Nimptsch hat nach dapd-Informationen möglicherweise nichts gegen einen "Austausch" der jetzigen Bundeswehr-Mitarbeiter auf der Hardthöhe einzuwenden, wenn Bonn dafür eine Kompensation bekomme.
Anlass der Gespräche ist die Bundeswehrreform, in deren Zuge auch das Verteidigungsministerium verkleinert wird. Die Zahl der Abteilungen wird von 17 auf 9 reduziert, die Zahl der Mitarbeiter soll auf 2.000 sinken.
dapd
