Der Vorsitzende der Linkspartei, Klaus Ernst, fordert die Auflösung der Ratingagenturen. In der Form, in der sie jetzt agieren, müssten sie abgeschafft werden, sagte Ernst am Sonntag im Deutschlandfunk. In der Finanzkrise hätten sie absolut versagt, hätten Schrottpapiere mit den höchsten Noten ausgezeichnet.
Linkspartei-Chef Klaus Ernst fordert Abschaffung der Ratingagenturen
Köln (dapd). Der Vorsitzende der Linkspartei, Klaus Ernst, fordert die Auflösung der Ratingagenturen. In der Form, in der sie jetzt agieren, müssten sie abgeschafft werden, sagte Ernst am Sonntag im Deutschlandfunk. In der Finanzkrise hätten sie absolut versagt, hätten Schrottpapiere mit den höchsten Noten ausgezeichnet. Jetzt führe das Herunterstufen einzelner Staaten dazu, dass "die Banken ihre Zinsen erhöhen können und die Bürger in Europa abkassieren".
Auch die Gründung einer europäischen Ratingagentur führe nicht weiter, sagte Ernst, der auch das Krisenmanagement der Euro-Staaten scharf kritisierte. "Ich habe den Eindruck, dass die gegenwärtig Regierenden sich eher weiter von den Banken auf der Nase rumtanzen lassen als dass sie tatsächlich die richtigen Entscheidungen treffen", sagte Ernst.
Ernst plädierte dafür, Länder wie Griechenland durch die Einführung von Euro-Bonds zu stützen. Die Krise in Griechenland habe sich durch die Sparprogramme, deutlich verschärft. Die Wirtschaftsleistung sei massiv eingebrochen. Und die Probleme würden sich weiter verschärfen, wenn die Sparpolitik fortgesetzt werde.
dapd