Der CDU-Abgeordnete Roderich Kiesewetter fühlt sich in der Debatte um die umstrittene Panzerlieferung an Saudi-Arabien vom Kanzleramt "nicht sauber informiert". Kiesewetter sei verärgert über Angaben des Kanzleramts zur Haltung Israels in der Frage des Rüstungsgeschäfts, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" vorab.
Panzer-Deal: CDU-Abgeordneter kritisiert Kanzleramt
Berlin (dapd). Der CDU-Abgeordnete Roderich Kiesewetter fühlt sich in der Debatte um die umstrittene Panzerlieferung an Saudi-Arabien vom Kanzleramt "nicht sauber informiert". Kiesewetter sei verärgert über Angaben des Kanzleramts zur Haltung Israels in der Frage des Rüstungsgeschäfts, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" vorab. Das Kanzleramt habe gegenüber Unions-Abgeordneten den Eindruck erweckt, als unterstütze Israel die geplante Lieferung.
Kiesewetter hatte aufgrund dieser Informationen die Panzerlieferungen in einer Bundestagsdebatte mit israelischen Sicherheitsinteressen begründet und gesagt, Israel "wünscht die Lieferungen nicht nur, es unterstützt sie ausdrücklich". Später sei dann aus anderen Quellen klar geworden, "dass Israel das wesentlich differenzierter sieht", sagte Kiesewetter der Zeitung.
Der ehemalige israelische Botschafter in Berlin, Shimon Stein, warnte davor, das Panzergeschäft mit israelischen Interessen zu rechtfertigen. "Israel soll kein Alibi sein", sagte Stein der Zeitung, "weder für noch gegen" das Panzergeschäft.
dapd
