Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Anbieter von Stellen für den neuen Bundesfreiwilligendienst aufgefordert, Interessenten nicht als billige Arbeitskräfte zu missbrauchen.
Merkel warnt vor Missbrauch von Ehrenamtlichen im Freiwilligendienst
Berlin (dapd). Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Anbieter von Stellen für den neuen Bundesfreiwilligendienst aufgefordert, Interessenten nicht als billige Arbeitskräfte zu missbrauchen. "Es darf nicht sein, dass Arbeitsplätze, die nach den Gesetzen für die Pflege oder Ähnliches zur Verfügung gestellt werden müssen, jetzt einfach mit Freiwilligen besetzt werden", sagte die CDU-Vorsitzende in ihrem am Samstag veröffentlichten neuen Video-Podcast. Es müsse sichergestellt sein, dass das eine zusätzliche Tätigkeit sei, aber nicht, um Kernaufgaben zu erfüllen.
Merkel bezeichnete den Bundesfreiwilligendienst als Bereicherung für die Helfenden und die Gesellschaft. Der neue Dienst hat zum 1. Juli nach Aussetzung der Wehrpflicht den Zivildienst abgelöst. Er Dienst steht offen für Männern und Frauen jeden Alters, die sich im sozialen, ökologischen, kulturellen oder sportlichen Bereich engagieren wollen. Viele Wohlfahrtsverbände haben noch offene Stellen für den neuen Dienst.
dapd
