Wegen des Streits um die Auszeichnung des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin mit dem Quadriga-Preis hat Barbara-Maria Monheim ihren sofortigen Rücktritt aus dem Kuratorium des Netzwerks Quadriga erklärt. Das berichtet der Berliner "Tagesspiegel" (Samstagsausgabe) unter Berufung auf eine schriftliche Erklärung Monheims.
Wegen Streits um Putin tritt Quadriga-Kuratorin Monheim zurück
Berlin (dapd). Wegen des Streits um die Auszeichnung des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin mit dem Quadriga-Preis hat Barbara-Maria Monheim ihren sofortigen Rücktritt aus dem Kuratorium des Netzwerks Quadriga erklärt. Das berichtet der Berliner "Tagesspiegel" (Samstagsausgabe) unter Berufung auf eine schriftliche Erklärung Monheims. Demnach schrieb die Gründerin der Berliner Bela-Stiftung, sie lehne die "interne Verfahrensweise" und "öffentliche Kommunikationspolitik entschieden ab".
Es sei völlig inakzeptabel, dass Kuratoriumsmitglieder ausdrücklich für Entscheidungen in Haftung genommen würden, "an denen sie weder beteiligt waren noch über die sie unterrichtet wurden", kritisiert Monheim. Sie ist nach Grünen-Chef Cem Özdemir und dem Historiker Edgar Wolfrum das dritte Kuratoriumsmitglied, das sich aus dem Gremium zurückzieht.
Der Preis des Vereins "Werkstatt Deutschland" wird verliehen an "Vorbilder, die Aufklärung, Engagement und Gemeinwohl verpflichtet sind". Die Verleihung ist für den 3. Oktober, den Tag der Deutschen Einheit in Berlin vorgesehen.
dapd
