"Der MQB wird eine noch viel größere Nummer" VW schickt letztes Modell auf alter Plattform zu den Kunden

Der Autobauer Volkswagen steht vor dem tiefsten technischen Umbruch der vergangenen zehn Jahre: Das letzte neue Modell auf Basis der Kompaktwagenplattform PQ35 kommt in diesen Tagen auf den Markt, der Beetle.

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VW schickt letztes Modell auf alter Plattform zu den Kunden

Hamburg (dapd). Der Autobauer Volkswagen steht vor dem tiefsten technischen Umbruch der vergangenen zehn Jahre: Das letzte neue Modell auf Basis der Kompaktwagenplattform PQ35 kommt in diesen Tagen auf den Markt, der Beetle. Seit Einführung im Jahr 2003 hat der größte Autobauer Europas weit mehr als 13 Millionen Autos auf der Basis dieser Plattform verkauft, auf der auch Wagen wie der Golf, der Audi A3 oder der Skoda Octavia stehen.

Im Frühjahr 2012 kommt der erste Wagen der MQB genannten Nachfolgeplattform auf den Markt, der Audi A3. "Der MQB wird eine noch viel größere Nummer", sagte VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg der Nachrichtenagentur dapd.

Die Umbauten in den Produktionswerken haben nach VW-Angaben schon begonnen. Von der neuen Plattform verspricht sich der Konzern gigantische Kostenvorteile. Hackenberg nannte in einem Interview des Fachmagazins "Automotive News Europe" Einsparziele von 20 Prozent bei den Stückkosten und 30 Prozent bei der Montagezeit. Genaue Einsparsummen nennt der Konzern aber nicht. NordLB-Analyst Frank Schwope sagte, "ein dreistelliger Millionenbetrag pro Jahr" sei mindestens zu erreichen.

Der große Fortschritt beim Wechsel der Plattform besteht darin, dass VW die Zahl der für die unterschiedlichen Modelle benötigten verschiedenen Teile radikal senken kann. Dadurch entsteht der sogenannte Skaleneffekt: Von den identischen Zusatzteilen kann VW gigantische Mengen bestellen und so höhere Rabatte bei den Zulieferern herausholen. Gleichzeitig können viel mehr verschiedene Modelle als bisher auf einer Montagelinie gebaut werden.

dapd