Der vom Staat aus der Krise gerettete Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck hat bei seinem Erholungskurs einen leichten Dämpfer erhalten. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 erzielte das Unternehmen nach vorläufigen Berechnungen einen Umsatz von 544 Millionen Euro, nach 563 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie Heidelberger Druckmaschinen am Donnerstag mitteilte.
Heidelberger Druck mit gedämpfter Entwicklung im ersten Quartal
Heidelberg (dapd). Der vom Staat aus der Krise gerettete Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck hat bei seinem Erholungskurs einen leichten Dämpfer erhalten. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 erzielte das Unternehmen nach vorläufigen Berechnungen einen Umsatz von 544 Millionen Euro, nach 563 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie Heidelberger Druckmaschinen am Donnerstag mitteilte. Bereinigt um Währungseffekte liege der Umsatz auf Vorjahresniveau.
Bei einer insgesamt stabilen Wirtschaftsentwicklung geht das Unternehmen weiterhin davon aus, in zwei bis drei Jahren das ausgegebene Umsatzziel von drei Milliarden Euro im Jahr zu erreichen.
Die Erdbebenkatastrophe in Japan und Verzögerungen in der Kreditvergabe chinesischer Banken dämpfen laut Heideldruck die Entwicklung. Weil die chinesische Regierung derzeit die Inflation bekämpft und höhere Anforderungen an die Eigenkapitalquote von Banken stellt, verzögern sich einem Unternehmenssprecher zufolge die Kreditvergaben. Das wirke sich auf die Bestellungen von Kunden aus. In China erlöst das Unternehmen mit einem Anteil von 16 Prozent inzwischen den meisten Umsatz.
Der Auftragseingang knickte im Vergleich zum Vorjahresquartal um etwa 100 Millionen Euro ein. Der höhere Auftragseingang im Vorjahr sei hauptsächlich auf zusätzliche Bestellungen durch die Branchenmesse IPEX zurückzuführen gewesen.
Heideldruck war in der Krise ins Straucheln geraten und musste 2009 Kreditlinien in einer Gesamthöhe von 1,5 Milliarden Euro aufnehmen. Diese konnten zum April 2011 auf 915 Millionen Euro gedrückt werden. Die Nettoverschuldung verringerte sich im selben Zeitraum von knapp 700 Millionen auf 247 Millionen Euro.
dapd
