Sachsens Stasi-Beauftragter Rathenow will "Aufarbeitung der DDR-Aufarbeitung" "Kontrollinstanz gegenüber der Gauck-Birthler-Jahn-Behörde"

Sachsens neuer Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Lutz Rathenow, fordert von der Berliner Stasi-Unterlagen-Behörde die Einsicht in deren Entscheidungsprozesse seit 1991. "Die Aktenbehörde müsste verpflichtet werden, der Forschung Unterlagen zur Verfügung zu stellen", sagte Rathenow der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" laut einem am Mittwoch veröffentlichten Vorabbericht.

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"Kontrollinstanz gegenüber der Gauck-Birthler-Jahn-Behörde"

Hamburg (dapd-lsc). Sachsens neuer Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Lutz Rathenow, fordert von der Berliner Stasi-Unterlagen-Behörde die Einsicht in deren Entscheidungsprozesse seit 1991. "Die Aktenbehörde müsste verpflichtet werden, der Forschung Unterlagen zur Verfügung zu stellen", sagte Rathenow der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" laut einem am Mittwoch veröffentlichten Vorabbericht. In seinem neuen Amt wolle er eine "Aufarbeitung der DDR-Aufarbeitung" anstoßen.

Rathenow sagte, "im Grunde sind wir Landesbeauftragten auch eine Kontrollinstanz gegenüber der Gauck-Birthler-Jahn-Behörde." Die 1991 gegründete Bundeseinrichtung war immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Dabei ging es zuletzt auch um die Frage, ob weiterhin Dutzende ehemalige Stasi-Mitarbeiter in der Behörde beschäftigt werden sollten.

Der Schriftsteller und frühere DDR-Bürgerrechtler Rathenow war vergangene Woche offiziell ins Amt eingeführt worden.

dapd