Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat die von der Bundesregierung befürwortete Beteiligung privater Gläubiger an der Euro-Rettung kritisiert. "Es birgt im gegenwärtigen Umfeld mehr Risiken als Chancen, die Gewährung weiterer Hilfen der Staatengemeinschaft an den Zwang zur Beteiligung des Privatsektors zu knüpfen", sagte Weidmann der Wochenzeitung "Die Zeit".
Bundesbankpräsident hält Privatsektor-Beteiligung für riskant
Hamburg (dapd). Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat die von der Bundesregierung befürwortete Beteiligung privater Gläubiger an der Euro-Rettung kritisiert. "Es birgt im gegenwärtigen Umfeld mehr Risiken als Chancen, die Gewährung weiterer Hilfen der Staatengemeinschaft an den Zwang zur Beteiligung des Privatsektors zu knüpfen", sagte Weidmann der Wochenzeitung "Die Zeit".
Europa müsse auf alle Fälle auf eine Staatspleite Griechenlands vorbereitet sein. "Die Politik muss einen Plan haben, wie sich bei einem Scheitern des griechischen Programms die drohenden Ansteckungseffekte eindämmen lassen", sagte Weidmann.
Auf die Lage Italiens blickt Weidmann mit Zuversicht. "Italien kann seine Probleme aus eigener Kraft lösen", sagte er der Zeitung.
dapd
