Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat den Mordanschlag auf den Halbbruder des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai verurteilt. Der FDP-Politiker sagte am Dienstag in New York: "Es gibt immer wieder Versuche in Afghanistan, mit Anschlägen den Prozess der Übergabe der Verantwortung zu verhindern." Er betonte: "Wir werden dieser Gewalt nicht nachgeben."
Westerwelle: Gewalt wird Übergabepläne in Afghanistan nicht stoppen
New York (dapd). Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat den Mordanschlag auf den Halbbruder des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai verurteilt. Der FDP-Politiker sagte am Dienstag in New York: "Es gibt immer wieder Versuche in Afghanistan, mit Anschlägen den Prozess der Übergabe der Verantwortung zu verhindern." Er betonte: "Wir werden dieser Gewalt nicht nachgeben."
Die internationale Staatengemeinschaft will die Verantwortung für die Sicherheit in dem Land bis 2014 komplett an die Afghanen übergeben und die Kampftruppen abziehen. Westerwelle sagte, an dieser Strategie werde festgehalten. Im Juli beginne der Übergabeprozess und die Streitkräfte würden ab dann Schritt für Schritt reduziert.
Der Halbbruder Karsais, Ahmed Wali Karsai, war einer der einflussreichsten und umstrittensten Männer in Südafghanistan. Der Leiter des Provinzrats in Kandahar wurde Zeugenaussagen zufolge am Dienstag in seinem Haus von einem Mitglied seiner privaten Sicherheitstruppe mit einem Sturmgewehr vom Typ AK-47 erschossen.
dapd
