Die Deutsche Bahn (DB) will stärker gegen Metalldiebe vorgehen. Künftig sollen Kabel und Buntmetalle mit einer "künstlichen DNA" und anderen Markierungen versehen und der Weg des Materials damit rückverfolgbar gemacht werden, sagte der Leiter der DB-Konzernsicherheit, Gerd Neubeck, am Dienstag in Berlin. Zudem solle mehr Sicherheitspersonal eingesetzt werden, um das Material zu schützen.
Bahn will mit neuer Kennzeichnung gegen Metalldiebe vorgehen
Berlin (dapd-bln). Die Deutsche Bahn (DB) will stärker gegen Metalldiebe vorgehen. Künftig sollen Kabel und Buntmetalle mit einer "künstlichen DNA" und anderen Markierungen versehen und der Weg des Materials damit rückverfolgbar gemacht werden, sagte der Leiter der DB-Konzernsicherheit, Gerd Neubeck, am Dienstag in Berlin. Zudem solle mehr Sicherheitspersonal eingesetzt werden, um das Material zu schützen. Seien die Täter ermittelt, werde "konsequent Schadensersatz" eingefordert.
Hintergrund des Vorstoßes ist ein starker Anstieg der Zahl der Metalldiebstähle, die neben dem Sachschaden auch Zugausfälle und Verspätungen zur Folge haben. Im vergangenen Jahr seien bundesweit 8.000 Züge beeinträchtigt und Hunderte gestoppt worden, weil Metallteile an den Strecken beschädigt oder abmontiert wurden, teilte die Bahn mit. Es sei ein Schaden von zehn Millionen Euro entstanden. Laut Bahn wurden 2010 mit 2.500 Diebstählen 40 Prozent mehr Delikte registriert als im Vorjahr. Besonders betroffen sei dabei der Osten Deutschlands.
dapd
