Baden-Württembergs Finanz- und Wirtschaftsminister sieht die SPD personell gut aufgestellt Schmid: SPD hat keine Eile zur Kür eines Kanzlerkandidaten

Die SPD will sich von der angekündigten Kandidatur von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für eine dritte Amtsperiode nicht unter Zugzwang setzen lassen. "Für uns besteht keine Eile, einen Kanzlerkandidaten zu küren", sagte der baden-württembergische Finanz- und Wirtschaftsminister, Nils Schmid (SPD), dem Handelsblatt.

Foto: dapd

Schmid: SPD hat keine Eile zur Kür eines Kanzlerkandidaten

Düsseldorf (dapd). Die SPD will sich von der angekündigten Kandidatur von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für eine dritte Amtsperiode nicht unter Zugzwang setzen lassen. "Für uns besteht keine Eile, einen Kanzlerkandidaten zu küren", sagte der baden-württembergische Finanz- und Wirtschaftsminister, Nils Schmid (SPD), dem Handelsblatt. Angela Merkel müsse hingegen vermeiden, zur "lame duck", zur lahmen Ente, zu werden.

"Die SPD hat mindestens drei potenzielle Kandidaten - ein sehr gutes Angebot", sagte Schmid. Er spielte damit auf die vor allem gehandelten Bewerber an: Ex-Finanzminister Peer Steinbrück, SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und den SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel. Zugleich plädierte Schmid für "Gelassenheit".

Dass der derzeitige Wirbel vor allem Steinbrück gilt, sieht Schmid nicht als Gefahr für den Konkurrenten Steinmeier. "Die aktuelle Situation beschädigt Steinmeier nicht", sagte der Minister. Ganz im Gegenteil: Der Fraktionschef könne sein Profil als angriffslustiger Politiker schärfen.

dapd