Landesregierung will neue Ausrichtung des Instituts IWH steht vor dem Umbau

Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) steht vor einer Umstrukturierung. Nach Angaben von Sachsen-Anhalts Wissenschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) hat die außeruniversitäre Forschungseinrichtung bei einer Überprüfung "denkbar schlecht" abgeschnitten.

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IWH steht vor dem Umbau

Halle (dapd-lsa). Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) steht vor einer Umstrukturierung. Nach Angaben von Sachsen-Anhalts Wissenschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) hat die außeruniversitäre Forschungseinrichtung bei einer Überprüfung "denkbar schlecht" abgeschnitten. "Wir müssen jetzt einen glaubwürdigen inhaltlichen Vorschlag für die Zukunft des IWH machen", sagte Wolff der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung".

Bei der Transformations-Ökonomik, der Erforschung des Übergangs von zentralen Staatswirtschaften zur Marktwirtschaft, sei das IWH "nicht sichtbar genug". "Wir müssen eine Strategie vorlegen, wie das IWH in zwei, drei Jahren tatsächlich gute Transformationsökonomik machen kann", sagte Wolff.

Das hallesche Institut, das von Land und Bund jährlich mit jeweils 2,6 Millionen Euro finanziert wird, wollte sich am Montag nicht zu den Angaben der Ministerin äußern. Man werde erst am Donnerstag oder Freitag nach dem Bericht zur Evaluierung Stellung beziehen, sagte eine IWH-Sprecherin auf dapd-Anfrage.

Das IWH mit seinen 80 Mitarbeitern ist bundesweit bekannt durch die Mitarbeit an der Gemeinschaftsdiagnose. Dabei erstellen die führenden Wirtschaftsinstitute zweimal im Jahr eine Konjunktur-Prognose für die Bundesregierung.

dapd