Der jährliche Materialschaden beträgt rund zehn Millionen Euro Bahn will Metalldieben auf die Spur kommen

Die Deutsche Bahn will nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe) mit einem neuen Verfahren gegen die sprunghaft steigenden Diebstähle bei Buntmetallen vorgehen, die zu zahlreichen Verspätungen im Zugverkehr führen. Schienen, Kabel und Anlagen sollen bei der sogenannten "künstlichen DNS" mit einem Zahlencode markiert werden, der nur mit einem speziellen Licht erkennbar ist.

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Bahn will Metalldieben auf die Spur kommen

München (dapd). Die Deutsche Bahn will nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe) mit einem neuen Verfahren gegen die sprunghaft steigenden Diebstähle bei Buntmetallen vorgehen, die zu zahlreichen Verspätungen im Zugverkehr führen. Schienen, Kabel und Anlagen sollen bei der sogenannten "künstlichen DNS" mit einem Zahlencode markiert werden, der nur mit einem speziellen Licht erkennbar ist. Die Täter können nicht erkennen, welche Buntmetalle gekennzeichnet sind. Die Deutsche Bahn ist weltweit eine der ersten Eisenbahnen, die diese Technik einsetzt. Sie soll bei besonders gefährdeten Strecken und Anlagen genutzt werden.

Seitdem die Rohstoffpreise, beispielsweise beim Kupfer, infolge des weltweiten Wirtschafts-Aufschwungs in die Höhe geschnellt sind, wird bei der Bahn mehr und mehr Buntmetall entwendet. Seit 2009 hat sich die Zahl der Diebstähle verdoppelt, der jährliche Materialschaden beträgt rund zehn Millionen Euro.

dapd