Die Auszeichnung von Russlands Regierungschef Wladimir Putin mit dem renommierten Quadriga-Preis stößt beim Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses, Ruprecht Polenz (CDU), auf Kritik. "Ich halte das nicht für eine gute Idee", sagte Polenz der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montagausgabe).
Polenz kritisiert Quadriga-Preis für Putin
Osnabrück (dapd). Die Auszeichnung von Russlands Regierungschef Wladimir Putin mit dem renommierten Quadriga-Preis stößt beim Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses, Ruprecht Polenz (CDU), auf Kritik. "Ich halte das nicht für eine gute Idee", sagte Polenz der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montagausgabe). Der CDU-Außenexperte erklärte: "Ironisch könnte man vorschlagen, dass Ex-Kanzler Gerhard Schröder die Laudatio auf den lupenreinen Demokraten Putin hält. Aber im Ernst: Putin hat Russland nur wirtschaftlich weiterentwickelt, nicht aber die Rechtstaatlichkeit und die Verwirklichung der Menschenrechte vorangebracht." Ihm sei beispielsweise keine Initiative Putins gegen die besorgniserregende Entwicklung bekannt, "die Präsident Dmitrij Medwedew selbst als Rechtsnihilismus beklagt", sagte Polenz.
Der Preis des Vereins "Werkstatt Deutschland" wird verliehen an "Vorbilder, die Aufklärung, Engagement und Gemeinwohl verpflichtet sind". Die für den Tag der Deutschen Einheit in Berlin vorgesehene Ehrung war auch im Kuratorium auf Widerspruch gestoßen.
dapd