Die Haltung von Innenminister Hans-Peter Friedrich zum Tod von Islamisten sorgt bei den Grünen für Irritationen. "Ein Bundesinnenminister ist Verfassungsminister und sollte daher nicht andeuten, dass er im Kampf gegen den Terror bereit wäre, die Grenzen unserer Verfassung zu überschreiten", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, Volker Beck, am Sonntag in Berlin.
Beck warnt Friedrich vor "Wild-West-Methoden"
Berlin (dapd). Die Haltung von Innenminister Hans-Peter Friedrich zum Tod von Islamisten sorgt bei den Grünen für Irritationen. "Ein Bundesinnenminister ist Verfassungsminister und sollte daher nicht andeuten, dass er im Kampf gegen den Terror bereit wäre, die Grenzen unserer Verfassung zu überschreiten", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, Volker Beck, am Sonntag in Berlin. "Niemand fordert Gnade oder Mitleid für Terroristen, aber Wild-West-Methoden sind das Gegenteil einer vernünftigen Sicherheitspolitik."
Friedrich hatte in der "Bild am Sonntag" Unterstützung für das umstrittene Zitat des früheren Bundesinnenministers Otto Schily (SPD) geäußert: "Wer den Tod liebt, der kann ihn haben." Der jetzige Ressortchef sagte in Anlehnung daran: "Wer anderen nach dem Leben trachtet, kann kein Mitleid erwarten."
dapd
