Gut 400.000 Hektar noch verfügbar Flächenprivatisierung bringt dem Bund bisher fast fünf Milliarden Euro

Im Osten Deutschland warten noch gut 400.000 Hektar ehemals volkseigene land- und forstwirtschaftliche Flächen auf ihre Privatisierung. Die dafür zuständige Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) hat seit ihrer Gründung 1992 fast 1,3 Millionen Hektar privatisiert, wie ein Sprecher am Freitag in Berlin mitteilte. Das entspricht etwa der vierfachen Fläche des Saarlandes.

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Flächenprivatisierung bringt dem Bund bisher fast fünf Milliarden Euro

Berlin (dapd). Im Osten Deutschland warten noch gut 400.000 Hektar ehemals volkseigene land- und forstwirtschaftliche Flächen auf ihre Privatisierung. Die dafür zuständige Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) hat seit ihrer Gründung 1992 fast 1,3 Millionen Hektar privatisiert, wie ein Sprecher am Freitag in Berlin mitteilte. Das entspricht etwa der vierfachen Fläche des Saarlandes.

Dabei seien Acker- und Grünland fast ausschließlich an ortsansässige Landwirtschaftsbetriebe veräußert worden. Die dem Bund zugeflossenen Privatisierungserlöse bezifferte die BVVG mit 4,75 Milliarden Euro. 2010 erlöste die Gesellschaft aus dem Verkauf und der Verpachtung landwirtschaftlicher Flächen 385 Millionen Euro und erwirtschaftete einen Überschuss von 320 Millionen Euro.

Die unentgeltliche Übertragung von für den Naturschutz wertvollen Flächen an die Länder will die BVVG fortsetzen. Bisher seien etwa 44.000 Hektar unentgeltlich übertragen worden, hieß es. Geplant sei, noch über 20.000 Hektar Fläche unentgeltlich zur Sicherung des Nationalen Naturerbes zur Verfügung zu stellen.

dapd