Softwaredienstleister wünscht sich mehr als 40.000 Mitglieder Datev kündigt weiteres Wachstum an

Der Softwaredienstleister Datev hat 2010 dank der guten Konjunktur seinen Umsatz weiter gesteigert und peilt für das laufende Jahr eine Fortsetzung des Wachstumskurses an. Verglichen mit 2009 nahm der Umsatz der Genossenschaft um 3,9 Prozent auf 699 Millionen Euro zu, wie der Datev-Vorstandsvorsitzende Dieter Kempf am Freitag auf der Jahrespressekonferenz in Nürnberg mitteilte.

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Datev kündigt weiteres Wachstum an

Nürnberg (dapd). Der Softwaredienstleister Datev hat 2010 dank der guten Konjunktur seinen Umsatz weiter gesteigert und peilt für das laufende Jahr eine Fortsetzung des Wachstumskurses an. Verglichen mit 2009 nahm der Umsatz der Genossenschaft, die Software und IT-Dienstleistungen für Anwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer anbietet, um 3,9 Prozent auf 699 Millionen Euro zu, wie der Datev-Vorstandsvorsitzende Dieter Kempf am Freitag auf der Jahrespressekonferenz in Nürnberg mitteilte.

"Das war ein wirklich erfreuliches Geschäftsjahr", sagte Kempf. Zum Umsatzwachstum hätten fast alle Produktgruppen beigetragen.

Von dem um 0,8 Millionen auf 40,6 Millionen Euro gesunkenen operativen Ergebnis sollen 32,1 Millionen Euro als genossenschaftliche Rückvergütung an die 39.765 Mitglieder ausgeschüttet werden. Der verbleibende Jahresüberschuss werde den Rücklagen zugeführt.

Mit Blick auf das laufende Jahr sagte Kempf: "Das erste halbe Jahr hat so begonnen, wie 2010 geendet hat. Wir haben viel Schwung mitgenommen." Der Umsatz sei von Januar bis Juni um fast 40 Millionen auf 371 Millionen Euro gestiegen. Angesichts dieser Entwicklung gab Kempf für das Gesamtjahr ein Umsatzziel von 730 Millionen Euro vor, sieht aber Luft nach oben. "Ich bin relativ sicher, dass wir diese Planzahl noch toppen können auf 732 Millionen", betonte er.

Geplant ist auch, die Zahl der Mitarbeiter von aktuell 5.844 auf erstmals mehr als 6.000 zu erhöhen. Dabei sollen 360 Mitarbeiter, vor allem aus den Bereichen Informatik, Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaft neu eingestellt werden.

Kempf sagte, ein wichtiges Ziel für ihn sei, bei der Mitgliederzahl endlich die Marke von 40.000 zu erreichen. Dies dürfte seiner Einschätzung nach aber auch 2011 nicht klappen. Tatsächlich nehme das Mitgliederpotenzial nämlich ab, da die Selbstständigenquote bei den Steuerberatern seit Jahren rückläufig sei, erklärte Finanzvorstand Michael Leistenschneider. Hinzu komme der Trend zu Kanzleizusammenschlüssen und Netzwerken.

dapd