"Nicht Sache der Universitäten, Motivforschung zu betreiben" Wintermantel gegen Einschränkungen für berufsbegleitende Promotionen

Die deutschen Hochschulen haben Forderungen nach strengeren Zugangskriterien für berufsbegleitende Promotionen zurückgewiesen. Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel, plädiert im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zwar für eine intensivere Kontrolle externer Kandidaten. Es könne aber "nicht Sache der Universitäten sein, Motivforschung zu betreiben".

Wintermantel gegen Einschränkungen für berufsbegleitende Promotionen

Osnabrück (dapd). Die deutschen Hochschulen haben Forderungen nach strengeren Zugangskriterien für berufsbegleitende Promotionen zurückgewiesen. Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel, plädiert im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zwar für eine intensivere Kontrolle externer Kandidaten. Es könne aber "nicht Sache der Universitäten sein, Motivforschung zu betreiben".

Wer mit dem Ziel antrete, "die Wissenschaft und damit uns alle ein Stück weiter zu bringen", solle sich der Herausforderung auch stellen dürfen. "Die Frage, welche weiteren persönlichen Ziele er mit dem angestrebten Titel verbindet, kann da keine Rolle spielen", sagte Wintermantel vor dem Hintergrund immer häufiger bekannt werdender Mängel und Plagiatsfälle in Doktorarbeiten bekannter Politiker.

dapd